"Wir stellen vor..." – ...natürlich Bio in Dornbirn

  • Thomas Perfler

    In unserer neuen Reihe "Wir stellen vor..." möchten wir Ihnen einen Einblick in den spannenden Alltag unserer Firmenkunden geben. In dieser Ausgabe dürfen wir Ihnen Thomas Perfler, Gründer und Inhaber von "...natürlich Bio" in Dornbirn, vorstellen.

  • Wann wurde ...natürlich Bio gegründet und wie kam es dazu?

    • Meine Schwester Nicole und ich haben ...natürlich Bio 2014 nach einer einjährigen Ideenfindungs- und Planungsphase gegründet. Zuerst wussten wir nur, dass wir etwas mit Lebensmitteln machen wollten, was dabei herausgekommen ist, hat sogar unsere Erwartungen übertroffen.

  • Wo findet man euch?

    • In Dornbirn sind wir in der J.G. Ulmer-Straße 3 (zwischen Hofer und MC Donald's), in Götzis am Garnmarkt 20 (zwischen Hotel am Garnmarkt und Drogerie Müller), oder Online unter www.natuerlichbio.at zu finden.

  • Wer steckt denn hinter ...natürlich Bio?

    • Die Geschwister Nicole und Thomas Perfler uns selbstverständlich unsere Mitarbeiter und Arbeitskollegen, ohne die ein solcher Betrieb unmöglich zu führen wäre.

  • War ein eigener Bioladen schon immer der große Traum?

    • Lebensmittel haben uns immer schon fasziniert. Speziell Lebensmittel, die auch natürlich hergestellt und verarbeitet werden. Lebensmittel, die nicht künstlich erzeugt oder mit Chemie oder Hormonen vollgepumpt sind.

  • Wie sieht es bei euch persönlich aus? Spielt Bio auch bei euch zu Hause eine wichtige Rolle?

    • Bei uns zu Hause wird fast ausschließlich Bio gekocht. Gute und natürliche Lebensmittel zu essen, z.B. Käse von kleinen regionalen Handwerksbetrieben, ist etwas anderes als maschinell und lieblos hergestellte Produkte. Den Unterschied schmeckt man - garantiert.

  • Was ist das Besondere an eurem Sortiment

    • Wir wollen von vornherein ein Vollsortiment anbieten. Der Kunde muss nicht in unterschiedliche Läden gehen, sondern er bekommt alles aus einer Hand und zwar von uns. In Götzis bieten wir ca. 5.000 Produkte und in Dornbirn ca. 7.000 Produkte an. Weniger besonders ist vielleicht das Sortiment, dafür aber der Umgang mit unseren Kunden. Bei uns ist der Kunde sprichwörtlich noch "König". Die volle Zufriedenheit der Kunden ist unsere Messlatte. Produkte, die wir nicht führen, bestellen wir auf Wunsch gerne. Ich denke, die Bewertungen für unsere beiden Läden sprechen für sich.

  • Findet man bei euch ausschließlich Bio Produkte?

    • Ja, wo es geht, haben wir nur Bio. Lediglich bei Produkten, die es in Bio nicht gibt, machen wir Ausnahmen. Das sind isngesamt aber nicht mehr als 20 Produkte und diese werden auch dementsprechend angeschrieben.

  • "Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin". Wie stehst du zu dieser oft diskutierten Aussage?

    • Das ist richtig. Das EU-Bio-Siegel definiert die Untergrenze. Verbände wie Demeter, Naturland usw. haben dann nochmals eine deutlich höhere Qualität und gehen auch beim Tierwohl und den Anbaumethoden noch viel weiter. Die Häufigkeit an Produktrückrufen und Skandalen im konventionellen Lebensmittelhandel zeigt aber auch eindeutig, dass Bioprodukte eine deutlich höhere Grundqualität haben und auch viel sorgfältiger und verantwortungsvoller verarbeitet werden.

  • Wie hat sich die Einstellung zu "Bio" in den letzten Jahren deiner Meinung nach in Vorarlberg bzw. generell geändert?

    • Bio ist sprichwörtlich in aller Munde. Deshalb bauen auch die Supermärkte ihr Biosortiment immer mehr aus. Qualitativ kann man das natürlich nicht mit uns Fachbetrieben vergleichen.

  • Was für eine Rolle spielt Regionalität in eurem Laden?

    • Regionalität spielt eine große Rolle und ist auch Teil der "Bio-Bewegung". Leider ist es in unserer Größe nicht ganz einfach, immer regionale Produkte in ausreichender Menge zu bekommen. Trotzdem - der Transportweg wird immer bei den Bestellungen berücksichtigt.

  • Mehr Bio ist sicher gesund - aber kann ich mir das leisten?

    • Bio kann sich grundsätzlich jeder leisten. Natürlich wird es schwierig, wenn man jeden Tag Fleisch essen möchte, denn dort ist der Preisunterschied am größten. Das hängt aber auch vor allem mit den Dumpingpreisen der Supermärkte zusammen. Man merkt bei vielen Anbietern, dass es dort kein Tier mehr ist, sondern nur eine Ware. Bei vielen anderen Produkten ist der Preisunterschied deutlich geringer und wenn man noch bedenkt, dass der Nährwert von Bio-Produkten deutlich höher ist, bräuchte man grundsätzlich auch kleinere Portionen, um die gleiche Sättigung und vor allem ein deutliches Mehr an Nährwerten zu erzielen. Darüber hinaus gibt es auch immer den langfristigen Gedanken. Wer Jahre und Jahrzehnte lang gespritzte und mit Hormonen behandelte Lebensmittel zu sich nimmt, wird das sicherlich im fortschreitenden Alter auch an den Arztrechnungen und Medikamenten erkennen. Diese Probleme stehen uns noch bevor und werden sich erst in der jetzt noch eher jungen Generation bemerkbar machen.

  • Unverpackt einkaufen ist ja derzeit ein riesen Trend - ist das bei euch möglich?

    • Nur bedingt. Wasch- und Reinigungsmittl können wieder befüllt oder die Kanister teilweise einfach ausgetauscht werden. Vor allem dieses System möchten wir in Zukunft weiter ausbauen. Wir werden in Kürze auch Wurst in Bedienung anbieten, das reduziert den Verpackungsmüll auch ein wenig. Oliven können in wiederverwendbaren Gläsern mitgenommen werden. Einkaufstüten aus Plastik sucht man bei uns vergebens. Grundsätzlich bin ich jedoch der Meinung, dass wir mit alternativen Verpackungsformen, die aus regenerativen Rohstoffen hergestellt und vor allem fair angebaut werden, in Zukunft mehr erreichen. Verpackungsfrei einkaufen ist sicher eine tolle Sache, man darf jedoch nicht vergessen, dass die Produkte auch nicht ohne Verpackung geliefert werden. Ein Großgebinde eines Produkts benötigt eine dickere Verpackung, damit diese nicht aufreißt. Als Kunde habe ich zwar das Gefühl, verpackungsfrei oder zumindest verpackungssparend eingekauft zu haben, oftmals wird jedoch für die Verpackung des Großgebindes im Verhältnis gleich viel Kunststoff benötigt wie bei den kleinen 500 g Packungen. Trotz alledem ist es sinnvoll, auch dieses Thema weiter zu verfolgen und zu verbessern.

  • Ihr besitzt auch einen ...natürlich Bio Online-Shop. Wie funktioniert das genau und wie kommt es bei euren Kunden an? Wird das gerne genutzt?

    • Ja, wir haben einen Onlineshop. Wie bei allen anderen Shops auch, kannst du die Produkte in den Warenkorb legen und diese werden dann CO2-neutral über die Post versendet. Unser Angebot richtet sich natürlich überwiegend an Personen, die keine Bioläden in der Umgebung oder einfach keine Zeit zum Einkaufen haben. In Vorarlberg gibt es eine gute Abdeckung, deshalb haben wir auch die meisten unserer Bestellungen eher aus dem Osten von Österreich. Bis das Ganze ins Laufen gekommen ist, war es jedoch mit viel Arbeit verbunden. Zum Glück haben wir einen guten Mitarbeiter, der die ganze Webshop-Programmierung übernimmt und den Shop auch betreut, ansonsten wäre das vermutlich gar nicht möglich gewesen.

  • Mit welchen Herausforderungen musst du dich als Bioladen-Besitzer auseinandersetzen?

    • Herausforderungen gibt es viele. Die meisten Supermärkte rüsten ihr Bio-Segment deutlich auf. Ebenso gibt es ein paar große Bio-Filialisten aus Deutschland, die natürlich auch in der Vorarlberger Markt wollen.

  • Was wünscht du dir für die Zukunft?

    • Mein Wunsch wäre es, dass es wieder ein Umdenken weg vom zerstörerischen Raubbau an der Natur und weg vom leider allzu häufig vorkommenden Tierleid hin zu einem nachhaltigeren Umgang mit der Natur und besseren Umgangsformen mit den Tieren kommt.

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  •   ...natürlich Bio
    Dornbirn
    Johann-Georg-Ulmer-Straße 3/Top 1

    6850 Dornbirn

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      Götzis
    Am Garnmarkt 20
    
6840 Götzis

    05523 56347
      www.natuerlichbio.at